Was bedeutet Palliativ Care?

Der Begriff "pallium" kommt aus dem Lateinischen und wurde im Altrömischen für "mantelähnlicher Umhang" gebraucht, "palliare" (Spätlat.) bedeutet "bedecken". Das "schützende Einhüllen" könnte eine etymologische Erklärung dafür sein, warum in der Medizin der Begriff für die symptomatische Behandlung (Palliativmedizin) verwendet wird, welche eingesetzt wird, wenn keine therapeutische Behandlung mehr möglich ist. 

Natürlich ist zunächst das Ziel allen medizinischen und pflegerischen Handelns das Kurieren eines Patienten.  

Aber dieser „kurative“ Ansatz ist z.B. bei fortgeschrittenen Krebserkrankungen, Vollbild AIDS oder einigen unheilbaren neurologischen Erkrankungen nicht mehr praktikabel.

Hier kann es nicht mehr, rein körperlich gesehen, um Heilung gehen. Spätestens wenn eine Diagrnose mit einer solchen Prognose aus medizinischer Sicht gestellt wird, kommt die Palliative Medizin zum Einsatz. Es ist enorm wichtig, dass der behandelnde Arzt in dieser Situation ein palliatives Behandlungsziel eindeutig festlegt. Nur dann kann gemeinsam an der Erhaltung der Lebensqualität und dem Schutz der Würde und Selbstbestimmung gearbeitet werden.

Nun geht es nicht mehr um die Heilung, sondern um ein schützendes und bergendes Handeln, eine umhüllende – eben palliative – Versorgung, um Lebensqualität so lange wie möglich zu erhalten.

Und so lässt sich auch erklären, warum Mittel zur Schmerzlinderung "Palliativa" genannt werden.

Während der englische Begriff "Palliative Care" die Aspekte der palliativen Medizin, der palliativen Pflege und der Seelsorge zu einem umfassenden, ganzheitlichen Konzept vereint, wird im deutschen Sprachgebrauch zwischen palliativer Medizin und palliativer Pflege unterschieden. So kann es nicht verwundern, dass man auch in Deutschland bevorzugt den englischen Begriff "Palliative Care" verwendet.  Schließlich ist das Betreuungsziel ein ganzheitliches, das von einem multidisziplinären Team angestrebt wird. Dazu gehören Ärzte, Pflegepersonal (darunter solche mit einer Ausbildung zur Palliative-Care-Fachkraft), Sozialarbeiter, Psychologen, Seelsorger, Physiotherapeuten und ehrenamtliche Hospizhelfer.
Gemeinsames Betreuungsziel ist eine ausreichende Symptomkontrolle und weitestgehende Schmerzfreiheit, die es dem Patienten ermöglicht, sich mit dem bevorstehenden Tod auseinander zu setzen und in Würde leben zu können - bis zuletzt.

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